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Working Holiday Visum - wie geht es vor Ort weiter?

Egal ob nach dem Abitur, nach dem Studium oder als Sabbatical vom Arbeitsalltag. Ein Working Holiday Visum kann man in vielen Ländern beantragen, vorausgesetzt man hat ein bestimmtes Alter nicht überschritten. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich vom Abkommen zwischen zweier Ländern.

Beliebte Working Holiday Länder sind bei den Deutschen Australien, Neuseeland und Kanada. Aber auch Japan und Singapur bieten solche Visen an.

Egal für welches Land du dich entschieden hast, die Länder helfen einem auf ihren Websites mit zahlreichen Tipps durch den Anmeldungsprozess.

Oftmals dauert es auch nicht lange bis, im Idealfall, die Genehmigung da ist.


Als nächstes wird der Flug und eine Unterkunft für die erste Woche gebucht, die Koffer oder Rucksack gepackt und los geht's!


Backpacker am Flughafen um ein Working Holiday Jahr zu machen

In dem Land angekommen ist man dann allerdings oftmals auf sich alleine gestellt.

Und es gibt einige Dinge über die man im Vorhinein nicht so genau informiert wird.

Denn man muss einige Sachen organisieren bevor man sich auf einen Job bewerben kann. Chiara hat in drei Ländern bereits Working Holiday gemacht und der Ablauf ist immer gleich:


1. Hole dir eine Sim Karte


In der heutigen Zeit funktioniert nichts ohne Handy. Und egal welche Form von Vertrag man abschließen möchte, die Handynummer sowie eine Emailadresse sind feste Bestandteile davon. Wenn du also in einem neuen Land Fuß fassen möchtest, benötigst du als erstes eine Sim Karte mit einer Handynummer aus diesem Land unter welcher du erreichbar bist. Natürlich kannst du auch deine Heimat-Sim-Karte weiter benutzen, aber das kostet nicht nur für dich, sondern auch für alle anderen viel Geld und lässt dich unseriös wirken.


2. Finde eine dauerhafte Unterkunft


Das muss keineswegs eine Unterkunft für immer sein, wichtig ist nur, das man dort 1 bis 2 Monate lebt. Denn um Punkt 2 und 3 zu ermöglichen, benötigt man eine Adresse. Die Bank möchte schließlich wissen, wo Sie per Post ihre Anliegen hin senden können. Vielleicht hast du ja Freunde oder Bekannte die in dem Land bereits fest leben und kannst ihre Adresse nehmen. Ansonsten wäre es hilfreich, wenn du in einer WG oder einem Airbnb länger unterkommst.


3. Eröffne eine Bankkonto


Zu einem Job gehört natürlich auch eine regelmäßige Bezahlung und auch hier gibt es von Land zu Land unterschiede. Beispielsweise wird man in Canada mit "Paycheks" bezahlt. Du bekommst also in einem zwei wöchigen Rhythmus einen Check ausgehändigt, mit welchem du dann zur Bank gehen musst um diesen einzulösen. Das geht allerdings nur, wenn du auch ein Bankkonto bei der Bank hast. In Australien wiederum wird dein Gehalt direkt auf dein Bankkonto überwiesen. Ein Bankkonto zu eröffnen ist tatsächlich relativ einfach: Du gehst zur Bank, äußert dein Anliegen und innerhalb einer Stunde hast du ein Bankkonto bei der betroffenen Bank. Dafür benötigst du eine Adresse mit festen Wohnsitz (siehe Punkt 1), sowie deinen Reisepass und eine Inländische Handynummer. Daraufhin ist deine Bankkarte auch schon auf dem Weg zu der von dir angegeben Adresse. In Neuseeland ist es so, dass die Bank deine Karte aber erst dann aktiviert, wenn Sie von dir auch einen Beweis erhalten hat, dass du an diesem Ort wirklich lebst. Das kann in Form einer an dich adressierten Rechnung erfolgen, oder indem du deinen Mietvertrag vorzeigst. In vielen Hostels kannst du dir auch einen "Proof of adress" geben lassen. Den Beweis kannst du in einem Termin vorzeigen oder je nachdem auch in der jeweiligen Bank App hochladen.


4. Beantrage eine Steuernummer


Wer Geld verdient muss auch Steuern zahlen, das haben alle Länder gemeinsam. Anhand deiner Steuernummer wirst du einer Steuerklasse zugeordnet. In Neuseeland ist es so, dass wenn du keine Steuernummer hast, musst du automatisch den höchsten Steuersatz von 48% bezahlen. Stell dir vor die Hälfte deines Gehaltes verschwindet für Steuern! Das ist ärgerlich und muss nicht sein. Mittlerweile kann man die Steuernummer gut Online beantragen, es kann allerdings auch sein, dass du einen Termin bei der entsprechenden Behörde benötigst. Das ist Länderabhängig, mit einer kleinen Google Recherche aber schnell zu finden.


5. Bewerbung schreiben


So unterschiedlich jedes Land ist, so sind es auch die Formen der Bewerbungen. In Kanada, Australien und Neuseeland ist es zum Beispiel üblich im Lebenslauf "References" anzugeben. Sprich, die Kontaktdaten deines alten Arbeitgebers. Wenn du also deine Bewerbung an einen neuen potenziellen Arbeitgeber sendest, kann es gut sein, dass dieser deinen alten Arbeitgeber kontaktiert um zu erfahren wie so deine Arbeitsmoral ist um besser abschätzen zu können, ob du gut in das neue Unternehmen passen könntest oder nicht. Bevor du die Kontaktdaten angibst, solltest du allerdings bei deinem alten Arbeitgeber nachfragen, ob es für ihn in Ordnung ist, wenn er von der anderen Seite der Welt angerufen und ausgefragt wird.

Auch die Gestaltung der Bewerbung kann sehr unterschiedlich sein. In Australien und Neuseeland ist es zum Beispiel gang und gebe, dass man einen so genannten "Cover Letter" zum Lebenslauf dazu erstellt. Bewirbst du dich per Email, dann ist dieser Cover Letter das Anschreiben. Dein Resume schickst du dann als PDF anbei der Email.


Hier noch eine paar hilfreiche Links

Bewerbung schreiben für Jobs in Canada:

Bewerbung schreiben für Jobs in Australien und Neuseeland:


Wie schreibe ich einen 'Cover Letter' (CV)?

Jeden Link den wir hierzu gefunden haben, war nicht so hilfreich und relativ kompliziert zu verstehen. Wenn man doch eigentlich am liebsten einen Text kopieren würde! Deswegen haben wir dir hier den Text zur Verfügung gestellt den wir bei unseren Bewerbungen in Neuseeland und Australien benutzt haben:


Cover_Letter_Beispiel
.docx
DOCX herunterladen • 8KB

In dem Video unten kannst du einen Eindruck erhalten, wie es bei uns mit der Jobsuche in Neuseeland gelaufen ist. Schau doch mal rein und lass dich inspirieren.

Wir hoffen, dass dir diese Tipps dabei helfen Fuß zu fassen und wir wünschen dir dabei viel Erfolg! Schreib doch mal deine Erfahrungen in die Kommentare unten, wir freuen uns auf deine Rückmeldung.




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